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ARTABANA-Gemeinschaften haben lokale, regionale und überregionale Solidarfonds aufgebaut. Sie ermöglichen, finanzielle Hilfe dort zu gewähren, wo durch Krankheits- oder Unglücksfälle verschiedenster Art Notsituationen entstehen.
ARTABANA-Mitglieder haben keinen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme. Sie können in Notfällen auf Antrag solidarische Unterstützungsleistungen erhalten. Sollte einmal eine Krankheit mit hohen finanziellen Folgen vorliegen, tritt die Gemeinschaft aller Mitglieder selbstverständlich im Sinne des Solidaritätsgedankens für das erkrankte Mitglied ein und unterstützt es durch finanzielle Leistungen.

Warum wirtschaftet ARTABANA so günstig?

Wie ist es möglich, dass die ARTABANA Deutschland Solidargemeinschaft e.V. bei relativ niedrigen Solidareinlagen ihrer Mitglieder die gleiche Leistungsfähigkeit haben kann wie eine gesetzliche oder private Krankenkasse?

Unsere Solidareinlagen sind vergleichsweise mit Beobachtungen zu Durchschnittsleistungen einer Privaten Krankenversicherung günstig, jedoch aufgrund der besonderen Verhältnisse der ARTABANA nachvollziehbar. So verhalten sich die Mitglieder kostenbewusst, 20% der Mitglieder sind zudem Mitglied in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Durch die Ehrenamtlichkeit sind die Verwaltungskosten enorm niedrig. Die Zeit, die Artabana-Mitglieder in die Pflege sozialer Beziehungen investieren, ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.

Um höchstens einmal in 200 Jahren (entsprechend dem 99,5% Mindestsicherheitsniveau für Versicherer nach Solvency II) über die gesicherten Fondsmittel hinaus Kapital zur Finanzierung von Großschäden zu benötigen, sind insgesamt Sicherheitsmittel von ca. 1 Mio. EUR erforderlich.

Insgesamt stehen in der ARTABANA Deutschland Solidargemeinschaft e.V. derzeit Sicherheitsmittel von ca. 2,25 Mio. EUR über alle 135 Gruppen zur Verfügung. Der übergreifende Solidaritätsfonds hat ein Volumen von 100.000 EUR. Bei Notfällen können 20% der Solidareinlagen der lokalen Gruppen für den bundesweiten Solidaritätsfond eingezogen werden. Dadurch stehen kurzfristig weitere 450.000 EUR zur Verfügung.

Hier zeigt sich die Besonderheit unserer Unterstützungseinrichtung: die Mittel stehen nicht zentral, sondern überwiegend in Eigenverantwortung der einzelnen Gruppen zur Verfügung. Fast alle Gruppen haben ihre Konten bei unserer Hausbank, der GLS-Gemeinschaftsbank (www.gls.de). Alle lokalen Gruppen erstatten an die Kassiererin der ARTABANA Deutschland Solidargemeinschaft e.V. jährlich ihren Finanzbericht sowie ihre Finanzplanung. Zudem können wir durch unseren regelmäßigen Kontakt zur GLS-Bank schnell Veränderungen aller Gruppen (z. B. durch überdurchschnittlich viele Notfälle) erfragen.

Eine Steigerung der Solidareinlagen der Mitglieder ist auch in sog. Großschadensfällen nicht unmittelbar erforderlich, da laut Satzung alle Gruppen die Möglichkeit zu einmaligen Nachschüssen bei Bedarf bereithalten.
Ca. 3 - 5 Anträge zur Unterstützung bei gesundheitlichen Notfällen wurden in den letzten Jahren von einzelnen Gruppen an den übergreifenden Solidaritätsfonds der ARTABANA Deutschland Solidargemeinschaft e.V. gestellt. Alle anderen Notfälle konnten die Gruppen, auch mit Hilfe der jeweiligen regionalen Nachbargruppen, selbst finanzieren.